Mitfahrsystem Taxito etabliert sich im Lutherntal

25.09.2017 |  Von  |  News
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Das Mitfahrsystem Taxito im Napfgebiet wird nach einer zweijährigen Pilotphase auf den Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 definitiv eingeführt.

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) testete während zwei Jahren erfolgreich das neue Mitfahrsystem, welches in Ergänzung zum öffentlichen Verkehr steht. Ziel ist es, die Erschliessung von dünn besiedelten Gebieten zu verbessern.

Seit Juni 2015 prüfte der VVL in der Region Luthern/Willisau/Zell in Zusammenarbeit mit den Gemeinden das Mitfahrsystem Taxito, welches den Individualverkehr öffentlich zugänglich macht.

Die Zahl der Benutzerinnen und Benutzer wurden während der zweijährigen Versuchsphase kontinuierlich von 33 auf über 80 Fahrten pro Monat gesteigert, was den Zielvorgaben entspricht. Die durchschnittliche Wartezeit an den vier Haltepunkten betrug unabhängig von Tages- und Jahreszeit knapp 4 Minuten.

Zuverlässig und sicher

Beim Verkehrsverbund Luzern (VVL) sowie den Partnern zieht man nach Abschluss der Pilot- phase eine erfreuliche Bilanz, sagt Pascal Süess, Geschäftsführer des VVL: „Taxito und der öffentliche Verkehr ergänzen sich gut. Die mit dem Projekt gewonnenen Erfahrungen waren punkto Akzeptanz und Sicherheit vollumfänglich positiv. Deshalb haben wir uns entschieden, Taxito ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 definitiv einzuführen.“

Die vier Taxito- Haltestellen Willisau Leuenplatz, Zell, Luthern Post und Luthern Bad werden somit weiterbetrieben. Eine Fahrt kostet weiterhin 2 Franken.


Gemeinderat Lukas Lustenberger freut sich, das Taxito im Lutherntal erfolgreich getestet wurde und bleibt (Verkehrsverbund Luzern)

Gemeinderat Lukas Lustenberger freut sich, das Taxito im Lutherntal erfolgreich getestet wurde und bleibt (Verkehrsverbund Luzern)


„Taxito ist eine super Sache für unser Tal!“ meint Lukas Lustenberger-Husistein, Gemeinderat von Luthern, wenn er auf die zweijährige Pilotphase von „Taxito“ zurückblickt. „Dieses Projekt bringt uns alle weiter und wir sind froh, dass Taxito nun definitiv eingeführt wird!“

Für Martin Beutler, Betreiber des Systems, ist klar: „Taxito ist der richtige Weg, die vorhandenen Kapazitäten im Individualverkehr auf einfache Weise der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Wir schaffen so zusammen mit der Bevölkerung und mit kleinem Mitteleinsatz ein gutes Mobilitätsangebot“.

Die Eintrittshürde ist dank einfacher Handhabung niedrig. „Es zeigt sich: Taxito entspricht einem Bedürfnis in der Alltags- und Freizeitmobilität.“

Chance für ländliche Gebiete

In ländlichen Gebieten ist die schwache Nachfrage eine grosse Herausforderung beim Ausbau des öV-Angebots über dem gesetzlich verankerten Grundangebot. Zudem ist der Anteil des Individualverkehrs an der gesamten Mobilität sehr hoch.

„Mit solchen neuen Ansätzen möchte der VVL die Mobilität in dünn besiedelten Gebieten und abseits der Hauptachsen gelegenen Quartieren weiter verbessern“, erklärt VVL-Geschäftsführer Pascal Süess. „Taxito bietet daher eine Chance für die Erschliessung von ländlichen Gebieten.“

Ausblick

Im Kanton Luzern soll in den nächsten Jahren das Mitfahrsystem Taxito in weiteren Gebieten angeboten werden. Im öV-Bericht für die Jahre 2018 bis 2021 ist ein Ausbau ab 2019 angedacht. Die Einführung in weiteren Gebieten soll schrittweise erfolgen, damit die technologische Entwicklung wie auch die Nachfrageentwicklung berücksichtigt werden können.

Der VVL fördert Digitalisierungs- und Sharingprojekt. Taxito kann als Vorläufer autonomer Systeme oder Fahrzeuge gesehen werden, da mittels einer Plattform Fahrtenwünschte mit Fahrleistungen zusammengeführt werden.

So funktioniert Taxito

Verantwortlich für das Projekt ist das Berner Unternehmen Taxito AG. Dieses betreibt elektronisch gesteuert Haltestellen-Tafeln an definierten Punkten. Dort kann jede Person, die ein Handy besitzt, ohne Voranmeldung ihren Fahrwunsch an Taxito übermitteln.

An der Tafel leuchtet danach die gewünschte Destination auf, welche für jeden vorbeifahrenden Automobilisten sichtbar ist. Dieser kann nun ebenfalls ohne jede Voranmeldung den Fahrgast gegen eine kleine Entschädigung von 1 Franken zu seinem Ziel bringen.

 

Quelle: Verkehrsverbund Luzern
Artikelbild: Verkehrsverbund Luzern / Rob Lewis

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