Kindersitz einbauen: Oft fehlt Platz im Familienauto

27.07.2016 |  Von  |  Auto, News, Zubehör
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Es eignet sich längst nicht jeder Kindersitz für jedes Auto. Der Touring Club Schweiz (TCS) hat daher auch 2016 wieder diverse Familienautos darauf getestet, wie „kindertransportfreundlich“ sie sind. Naturgemäss bieten grössere Fahrzeuge mehr Optionen, aber auch sie können Einschränkungen haben. Letzten Endes entscheidet vor allem die Anzahl der zu transportierenden Kinder über die Eignung des Familienautos.

Der TCS hat in diesem Jahr weitere 13 beliebte Familienautos auf ihre „Kindertransportfreundlich-keit“ hin untersucht. Somit durchliefen nun seit 2010 über 100 Fahrzeuge diesen TCS-Test. Obwohl seit 2014 alle Neuwagen mit Isofix-Verankerungen ausgerüstet sein müssen, haben nicht alle Fahrzeuge restlos überzeugt. Insbesondere das Platzangebot im Fond lässt bei vielen Fahrzeugen zu wünschen übrig.

Mindestens zwei Kinder können stets einwandfrei transportiert werden

Mit allen Testfahrzeugen können mindestens zwei Kinder vorschriftsgemäss und ohne Einschränkungen transportiert werden. Die Höchstnote von fünf Sternen erreichten die drei Siebenplätzer Ford S-Max, VW Touran und VW T6 Multivan. In diesen drei lassen sich ohne weiteres drei Kindersitze in der zweiten Reihe nebeneinander platzieren. Vier Sterne erhält der BMW 2er Gran Tourer: Zwar ebenfalls ein Siebenplätzer, aber mit weniger Platz in der zweiten Reihe.

Gleich neun Testfahrzeuge haben drei Sterne erhalten und teilen eine Gemeinsamkeit: Im Fond bieten sie nicht genügend Platz für drei Kindersitze, so etwa der Hyundai Tucson. Beim BMW 2er Active Tourer und beim Toyota Prius ist der mittlere Sitzplatz im Fond laut Hersteller ohnehin nicht für Kindersitze geeignet. Der BMW hat noch den Vorteil, dass auf dem Beifahrersitz Isofix-Verankerungen vorhanden sind.

Auch der Audi A4 Avant und die Limousine besitzen Isofix-Verankerungen auf dem Beifahrersitz. Beim Skoda Superb Combi und der Limousine kriegt man diese gegen Aufpreis. Die Bedienungsanleitung des Renault Mégane erlaubt nicht alle Kindersitz-gruppen auf dem Beifahrersitz und bei der Mercedes-Benz B-Klasse lässt sich der Beifahrerairbag ohne automatische Airbag-Deaktivierung nicht ausschalten – und diese gibt es nur gegen Aufpreis.



Das ideale Familienauto: Eine Probefahrt erleichtert die Auswahl

Im TCS-Praxistest bedeutet eine gute oder sehr gute Gesamtnote (vier oder fünf Sterne), dass das Fahrzeug für den Transport von mehreren Kindern konzipiert wurde und sich auch dafür eig-net. Solche Fahrzeuge sind beispielsweise für Grossfamilien ideal. Minivans und grosse Kombis bieten tendenziell mehr Möglichkeiten zum Kindertransport als Limousinen oder kleinere SUV’s. Werden jedoch nicht mehr als zwei Kinder in Rückhaltesystemen transportiert, kann sich auch bereits ein Fahrzeug eignen, welches in diesem Praxistest „nur“ mit zwei Sternen bewertet wurde.

Trotzdem haben viele Autos noch Verbesserungspotential bezüglich Familienfreundlichkeit. Das zeigen die teilweise restriktiven oder auch widersprüchlichen Bedienungsanleitungen. Dazu kommen bei diversen Autos eine unbefriedigende Zugänglichkeit der Isofix- und Top Tether-Verankerungen oder zu kurze Sicherheitsgurten. Um das passende Familienauto zu finden, sollte auf jeden Fall zuerst eine Probefahrt mit Kindern und Kindersitzen organisiert werden.

Aus Sicherheitsgründen empfiehlt der TCS, die Kinder wenn möglich nicht auf dem Beifahrerplatz, sondern im Fond zu transportieren. Insbesondere beim Transport rückwärtsgerichteter Kindersitze auf dem Beifahrersitz muss der Beifahrer-Airbag zwingend deaktiviert werden.

 

Artikel von: TCS
Artikelbild: © obs/Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero – TCS

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