Gut vorbereitet mit dem Auto unterwegs

06.01.2017 |  Von  |  Auto
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Seit der Erfindung des Autos verbringen die Menschen mehr und mehr Zeit in ihm. Sei es der tägliche Weg zur Arbeit und wieder nach Hause, ein Wochenendausflug oder auch eine längere Reise, das Auto ist für viele Schweizer das Verkehrsmittel ihrer Wahl.

Obwohl heutige Kraftfahrzeuge bei Weitem sicherer sind und mehr Komfort bieten als ihre Vorfahren, lohnt es sich dennoch stets gut vorbereitet zu sein. Dies gilt vor allem für längere Reisen. Nachfolgend sind hier einige Hinweise für sorgenfreie Fahrten mit dem Auto zusammengefasst.

1.  Ladung im Fahrzeug richtig verstauen


Ladung muss im Auto richtig verstaut werden. (Bild: sylv1rob1 – shutterstock.com)

Ladung muss im Auto richtig verstaut werden. (Bild: sylv1rob1 – shutterstock.com)


Es ist ein altbekanntes Problem: Der Familienurlaub steht an und es gilt, das Gepäck mehrerer Personen möglichst so zu verstauen, dass alles in das Fahrzeug hineinpasst und zudem noch genügend Platz für die Mitreisenden bleibt. Leider sind die meisten vermeintlich effektiven Lösungen nicht immer die besten und bürgen dazu oftmals noch Gefahren für die Fahrzeuginsassen und andere Verkehrsteilnehmer.

So werden lose Gepäckstücke bei einer stärkeren Bremsung schnell zu gefährlichen Geschossen, die mit dem 30 bis 50-Fachen ihres Gewichts gegen die Personen im Auto prallen können. Ist Gepäck wie die Skiausrüstung oder Fahrräder, das aussen am Fahrzeug angebracht ist, nicht richtig gesichert, werden zusätzlich andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Beim Beladen des Autos sind daher einige wichtige Regeln zu befolgen:

  • Gepäckstücke im Kofferraum sollten möglichst immer mit Gurten festgezurrt werden. Wird die Rückbank zum Verstauen von Gepäck genutzt, können ausserdem die Sicherheitsgurte zum Festhalten von Koffern genutzt werden.
  • Schwere Gepäckstücke gehören grundsätzlich nach unten. Besonders grosse und schwere Koffer sind am besten im Fussraum hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz aufgehoben.
  • Die Rückbank sollte möglichst nicht umgeklappt werden, da sie als schützende Trennwand dient. Auch Kofferraumnetze erweisen sich oft als hilfreiche Barriere zum Passagierraum.
  • Dachgepäckträger und Halterungen für Sportausrüstung ordnungsgemäss anbringen (eventuell von einem Fachmann) und Sicherheitshinweise bezüglich Maximallast berücksichtigen.
  • Tiere in entsprechenden Boxen transportieren oder mit geeigneten Geschirren sichern.

Weitere Tipps sind hier zu finden.

2. Verhalten bei Unfällen


Wie verhalte ich mich bei Unfällen? (Bild: Nikolay Gyngazov – shutterstock.com)

Wie verhalte ich mich bei Unfällen? (Bild: Nikolay Gyngazov – shutterstock.com)


Leider gehören Verkehrsunfälle noch immer zum Alltag. Ist man als erster Helfer vor Ort, heisst es zunächst Ruhe bewahren und dann strukturiert die folgenden Schritte befolgen:

  • Absicherung des Unfallorts: Warnblinkanlage und/oder Standlicht einschalten und Pannendreieck aufstellen (innerorts in 50 m Entfernung und ausserorts in 100 m).
  • Nach verletzten Personen schauen und die Nothilfe/Polizei alarmieren.
  • Erste Hilfe leisten: stabile Seitenlage, eventuell Wiederbelebungsmassnahmen, Versorgen von kleineren Verletzungen mit vorhandenem Verbandszeug, Betreuen von Personen, die unter Schock stehen bis Sanitäter da sind.

3. Reifenkontrolle und Pannenhilfe


Der richtige Reifen für jede Witterung (Bild: Dmitry Kalinovsky – shutterstock.com)

Der richtige Reifen für jede Witterung (Bild: Dmitry Kalinovsky – shutterstock.com)


Der Zustand der Reifen sollte natürlich regelmässig überprüft werden. Neben dem Profil ist es auch wichtig, den Reifendruck zu kontrollieren. Vor allem wenn das Fahrzeug voll besetzt und beladen ist, ändern sich hier die Vorgaben.

Es empfiehlt sich daher, den Druck unter Reisebedingungen zu prüfen, bevor es losgeht. Die Werte sind in der Regel auf einer kleinen Abbildung in der Fahrertür zu finden. Natürlich kann es trotz vorheriger Reifenkontrolle immer mal wieder passieren, dass man eine Reifenpanne hat.

Als Mitglied in einem der Schweizer Automobilclubs wie dem Touring Club Schweiz (TCS), dem Automobilclub der Schweiz (ACS) oder einem markenspezifischen Club hat man die Möglichkeit die jeweilig angebotene Pannenhilfe in Anspruch nehmen. Ansonsten kann man natürlich auch selbst mit Radkreuz, Wagenheber und Ersatzrad tätig werden. Folgende Hinweise sind bei einer Reifenpanne zu beachten:

  • Platzt der Reifen während der Fahrt, Ruhe bewahren und das Fahrzeug nicht übersteuern. Das Lenkrad festhalten und das Fahrzeug langsam am Fahrbahnrand zum Stehen bringen.
  • Steht der Wagen am Fahrbahnrand oder auf der Standspur auf der Autobahn, muss das Fahrzeug gesichert werden. Warnblinkanlage und Standlicht anstellen und Pannendreieck in ca. 100 m Entfernung aufstellen. Wenn die Möglichkeit besteht, dann langsam und auf den nächsten Rastplatz fahren.
  • Vor dem Reifenwechsel Handbremse anziehen, Motor ausschalten und einen Gang einlegen oder Automatik auf „P“ stellen. So kann der Wagen nicht wegrollen.
  • Radmuttern mit einem Radkreuz oder Radschlüssel eine halbe Umdrehung lockern. Mit dem Wagenheber das Auto aufbocken. Dabei auf einen festen Stand achten. Die Radmuttern ganz abdrehen und das defekte Rad herunter nehmen. Reserverad aufsetzen und die Radmuttern zunächst mit der Hand fest aufdrehen. Dann den Wagen vorsichtig runterlassen und die Radmuttern mit dem Radkreuz fest anziehen.
  • Sobald wie möglich eine Werkstatt aufsuchen, um das Rad auszutauschen.

4. Wenn der Verkehr ins Stocken kommt


Staus am besten vermeiden (Bild: Bokeh Blur Background Subject – shutterstock.com)

Staus am besten vermeiden (Bild: Bokeh Blur Background Subject – shutterstock.com)


Verkehrsstaus sind vor allem zu Beginn und am Ende der Ferienzeit ein häufig auftretendes Phänomen. Verschiedene Ursachen wie Unfälle, Baustellen oder andere Fahrbahneinschränkungen bringen den Verkehr zum Stocken oder ganz zum Erliegen und das im schlimmsten Fall für einen längeren Zeitraum. Um nicht die Nerven zu verlieren und die Wartezeit gut zu überstehen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Bereits vor der Reise eine Route wählen, die bekannte Stauzonen umgeht oder nach möglichen Ausweichwegen suchen.
  • Abfahrtszeit gut wählen. Sonntags oder unter der Woche sowie in den frühen Morgenstunden und später am Abend ist das Staurisiko meist geringer.
  • Wenn sich die Gelegenheit ergibt, zwischendurch auf einen Rasthof fahren, um dort eine Pause einzulegen.
  • An Verpflegung denken. Im Sommer ausreichend Wasser mitnehmen, im Winter eignen sich auch gut warme Getränke wie Tee, Kaffee oder Kakao.
  • Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder einplanen: Spiele, Bücher, DVDs usw.
  • Im Winter zusätzliche warme Kleidung oder Decken mitnehmen, um bei längeren Standzeiten den Motor und damit die Heizung ausschalten zu können.

Auch wenn das Auto als eines der beliebtesten und sichersten Beförderungsmittel im Alltag und für den Urlaub gilt, geschehen immer wieder Situationen, die nicht vorhersehbar sind. Mit der richtigen Vorbereitung ist es dennoch leicht, stress- und sorgenfrei den am Bestimmungsort anzukommen.

 

Artikelbild: Syda Productions – shutterstock.com

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