Geruchsentwicklung in Fahrzeugen

01.05.2014 |  Von  |  Allgemein, Produkte
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Geruchsentwicklung in Fahrzeugen
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Die Gerüche in Fahrzeugen können als störend empfunden werden. Eine Vielzahl davon hat die Ursachen in Ihrem Fahrzeug und ist üblicherweise leicht zu beseitigen.

Bei einer gründlichen Innenreinigung findet sich manchmal ein unter dem Sitz versteckt liegender Essensrest, der vielleicht einem mitfahrenden Kind beim Einschlafen unachtsam aus der Hand fiel und dort unbeachtet vor sich hin faulte. Sollten Sie zu den Rauchern gehören, dann muss Ihnen nicht lang und breit erklärt werden, dass Zigarettenkippen noch lange nach dem Ausdrücken unangenehm müffeln. Auch ist der Aschenbecher Ihres Fahrzeuges eben ein Aschenbecher und nicht etwa ein Kippenbecher.



Das Odeur im Inneren eines Raucherfahrzeuges kann besonders Nichtrauchern unangenehm in die Nase steigen. Nur die härtesten Nikotinjunkies rauchen im Fahrzeug bei geschlossenen Fenstern. Die Kondensate des Zigarettenrauches schlagen sich überall nieder, an jeder Oberfläche sammelt sich ein geruchsbildender Film an. Betroffen sind dabei auch beispielsweise die Füllmaterialien und Bezüge Ihrer Sitzpolster, denn in diese zieht der Rauch auch ein und hinterlässt Rückstände.

Fahrzeugduft, eine Modeerscheinung oder sinnvolles Zubehör?

Es gibt im Handel die verschiedensten Typen von Duftverbreitern zum Aufhängen am Innenspiegel oder zur Befestigung auf der Konsole oder am Armaturenbrett. Bei den Anhängern handelt es sich in der Regel um kleinpreisige Accessoires, welche an Tankstellen, Servicestationen und im Autozubehörhandel im Kassabereich offeriert werden. Dabei dreht es sich um ein oftmals bedrucktes Stück Pappe oder Karton, welches mit einem bestimmten ätherischen Öl getränkt ist.

Duft-Öl ist nur selten ein hochwertiges Produkt oder natürlich. (Bild: palex1977 / Shutterstock.com)

Duft-Öl ist nur selten ein hochwertiges Produkt oder natürlich. (Bild: palex1977 / Shutterstock.com)




Dieses Öl ist nur selten ein hochwertiges Produkt oder natürlich. Üblich sind hier geruchsintensive Duftöle aus synthetischer Herstellung. Obstgerüche oder Blumenduft, Parfümbestandteile oder Fantasiearomen. Diese Duftanhänger eignen sich nach ihrem Auspacken aus der schützenden Folie für ein relativ intensives, aber nur recht kurzfristiges Dufterlebnis. Schon nach wenigen Tagen klingt die Intensität ab und bei beheizten Fahrzeugen oder im Sommer kann das schon vor dem Ablauf der ersten Woche sein.

Wesentlich länger verströmen Dufttöpfchen oder Gläser mit einem integrierten Dochtsystem einen Wohlgeruch in vielen Duftnoten. Oftmals haben sie eine einstellbare Kappe für die gewünschte Intensität. Diese Autoduftprodukte gibt es auch zum Anklemmen an den Austritt der Lüftungsschlitze auf dem Armaturenbrett mit mitgelieferten Haltevorrichtungen. Diese Produkte versprechen eine dosierbare Duftleistung über einen längeren Zeitraum.

Ergänzend zu vorgenannten Duftquellen für den Einsatz in Fahrzeugen hält der Handel auch Vorrichtungen mit Duftverbreitung bereit, die einen Duftstoff in fester Konsistenz (wachsartig) oder als Gel zur Verfügung stellen. Generell gilt bei allen verstellbaren Versionen, dass sich die Duftleistung mit zunehmendem Duftstoffverbrauch zwar dosieren und manchmal auch abstellen lässt. Das Duftmittel ist aber irgendwann aufgebraucht und der Autoduftspender muss nachgefüllt oder replatziert werden. Nachfüllbare Varianten sind aber im Automobileinsatz eher ungewöhnlich.

Sprays sind grösstenteils bedenklich für die Umwelt, zumindest wenn sie mit Treibgas betrieben werden. (Bild: Nikola Spasenoski / Shutterstock.com)

Sprays sind grösstenteils bedenklich für die Umwelt, zumindest wenn sie mit Treibgas betrieben werden. (Bild: Nikola Spasenoski / Shutterstock.com)

Sprays sind grösstenteils bedenklich für die Umwelt, zumindest wenn sie mit Treibgas betrieben werden. Zerstäuberfläschchen wirken genauso gut und belasten die Umwelt nicht mit vermeidbaren Schadstoffen für die Atmosphäre. Solche sofort wirkenden Duftmittel sind bei Bedarf einsetzbar und können zum Beispiel einen überfälligen Windelwechsel bei einem mitgenommenen Baby oder eine plötzlich auftretende Geruchsbelästigung anderer Art prima kaschieren.

Umluft oder Frischluft beim Fahren – die Gretchenfrage



Fast alle moderneren Automobile in der Schweiz haben ein justierbares Belüftungssystem. Während mancher Chauffeur die permanente Zufuhr frischer Aussenluft schätzt, fühlt sich ein anderer eher wohl bei klimatisierten Umluftbedingungen im Auto. Neben der Ventilation durch teilgeöffnete Seitenscheiben kann das integrierte Belüftungssystem Ihres Automobils auch bereits Aussenluft in das Fahrzeug leiten. Belüftete Fahrzeugräume können schneller hereingetragene Feuchtigkeit (beispielsweise auch an den Schuhen) wieder verschwinden lassen.



Nasse Fussmatten und Schutzmatten sollten immer wieder von der Nässe befreit werden. Eine verstärkte Zwangslüftung (z. B. durch geöffnete Seitenscheiben) an einem trockenen Tag kann auch feuchte Innenteppiche oder Polster wieder austrocknen lassen. Im Winter signalisiert eine morgens von innen feucht beschlagene oder vereiste Scheibe am Auto ein deutliches Zuviel an Nässe im Fahrzeug.

Die üblichen Hausmittelchen

Beispielsweise ein Stück Holzkohle als Geruchsneutralisator wirkt zwar im heimischen Kühlschrank effektiv, bringt aber nicht den erhofften Effekt in einem Fahrzeug. Besser wirkt da ein über Nacht im Auto stehen gelassenes Schälchen mit Natronpulver (Backzutat). Wer Decken für seine Hunde zum Transport im Auto bereitliegen hat, sollte diese häufig wechseln und waschen. Hundehaare und Feuchtigkeit ergeben ein kaum zu bekämpfendes Geruchsproblem im Fahrzeuginneren.

Aufgestreutes Kaffeepulver kann Teppiche manchmal wieder geruchsfrei werden lassen, wenn es über Nacht wirken kann und danach gründlich ausgesaugt wird. Generell beugt z. B. eine Abschaltung der Klimaanlage kurz vor Fahrtende (drei bis fünf Minuten reichen aus) auch einem Ansammeln von Wasser am Kondensator der Anlage vor.

Generalreinigungen professioneller Art

Profi-Reinigungen sind schon empfehlenswert, wenngleich gute auch nicht gerade billig sind. Sehr bewährt haben sich Ozonbehandlungen des Fahrzeuginneren; solche Ozonkanonen haben aber nur wirkliche Profis unter den Servicebetrieben verfügbar. Ozonbehandlungen helfen bei fast allen biologischen Geruchsquellen, nicht aber, wenn diese Quellen chemischen Ursprungs sind. Die Innenraumfilter, Wasserabläufe und Dichtungen sollten öfters kontrolliert und in Intervallen gewartet werden.



 

Oberstes Bild: © ps-42 – Shutterstock.com


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