Gefahr für Monsterjäger im Strassenverkehr

22.07.2016 |  Von  |  News
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Gefahr für Monsterjäger im Strassenverkehr
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Das neue Smartphone-Game „Pokémon Go“ zieht die Massen in den Bann. Wohin man schaut, sieht man auf Strassen und öffentlichen Plätzen ins Spiel vertiefte „Monsterjäger“. Wer die Realität dabei aus dem Blick verliert, wird bei einem Unfall zur Kasse gebeten.

Gedankenverlorene Pokémon-Go-Spieler, die ihr Smartphone fixieren und auf die Strasse gehen, gefährden sich selbst und andere. Im schlimmsten Fall laufen die Monsterjäger vor ein Auto – und so wird es auf mehrfache Weise höchst unangenehm.

„Bei einem Verkehrsunfall mit einem Fussgänger kommt zwar eigentlich die Haftpflichtversicherung des Autohalters für allfällige Kosten auf“, erklärt Thomas Lang, Leiter Motorfahrzeug-Services der AXA Winterthur. Aber wenn der Fussgänger überraschend und ohne sich vorher umzusehen eine Strasse überquert, trägt er bei einer Kollision mit einem Auto oder Motorrad durchaus auch eine Mitschuld.

„Der Fussgänger ist dann für den erlittenen Schaden zumindest teilweise selbst verantwortlich und die Motorfahrzeugversicherung ersetzt den Schaden unter Umständen nur teilweise oder auch gar nicht“, erklärt Thomas Lang.

Augen auf beim Gehen

„Pokémon-Go-Spielern rate ich, das Ziel stehend zu suchen und beim Gehen den Blick wieder auf die Umwelt zu richten“, so Thomas Lang, „andernfalls besteht das Risiko, geistesabwesend auf die Strasse zu treten oder über ein Hindernis zu stolpern.“

Verursacht ein Pokémon-Jäger irgendwelche Schäden gegenüber Dritten, beispielsweise an geparkten Autos oder bringt er gar andere Menschen zu Fall, ist er grundsätzlich über seine private Haftpflichtversicherung abgesichert. Vorausgesetzt ist jedoch, dass der Schaden nicht vorsätzlich angerichtet wird.


Thomas Lang, Leiter Motorfahrzeug-Services der AXA Winterthur, im Experteninterview zur Haftungsfrage bei Unfällen. © CC BY 3.0


AXA Crashtests 2016

Die Gefahren der Smartphone-Nutzung im Strassenverkehr thematisiert die AXA Winterthur eingehend an den AXA Crashtests, die am 25. August 2016 in Dübendorf stattfinden werden. Unter dem Titel „Be smart, don’t phone: Die Risiken von Handys im Strassenverkehr“ werden Folgen der Ablenkung durch Fussgänger und Autofahrer mit drei Crashs demonstriert.

 

Artikel von: AXA Winterthur
Artikelbild: © AXA Winterthur / CC BY 3.0

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