Erhebliche Unterschiede – Erwartungen an „Smart Cars“

26.10.2016 |  Von  |  News

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Die alle zwei Jahre in München stattfindende „electronica“ gilt als Weltleitmesse für Elektronik-Komponenten, -Systeme und –Anwendungen. Dabei spielen natürlich auch die elektronischen Anwendungen in „Smart Cars“ eine wichtige Rolle.

Grund genug für „electronica“, Verbraucher zu ihren Erwartungen an die Zukunft zu befragen. Die Ergebnisse fliessen in den electronica-Trend-Index 2020 ein. Befragt wurden insgesamt 7‘000 Verbraucher in 7 Ländern rund um den Globus – darunter 1‘000 repräsentative ausgewählte Teilnehmer aus Deutschland. Dabei zeigten sich interessante Unterschiede.

Innovationen beim Auto heute Elektronik-getrieben

85 Prozent der befragten Deutschen wünschten sich zum Beispiel, dass Autos der Zukunft einen Diebstahl selbst erkennen und die Polizei rufen. Gleichzeitig sollen „Smart Cars“ selbständig ihren Parkplatz finden (77 Prozent), sich per Ferndiagnose warten lassen (73 Prozent) oder andere Fahrzeuge vor Gefahren warnen (71 Prozent).

„80 Prozent der Innovationen im Automobilbau werden heutzutage von Mikroelektronik und Software angetrieben“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München und zuständig für die electronica. „Bis 2020 werden fünf Mal so viele Neufahrzeuge mit Online-Anbindung vom Band der Autohersteller laufen wie heute.“

Die digitale Vernetzung der Fahrzeuge macht es möglich, dass Autos mit Sensoren einen Diebstahlversuch erkennen und im Notfall selbstständig die Polizei rufen. Die Sicherheitskräfte werden anschliessend mit Positionsdaten über den aktuellen Standort des Fahrzeugs informiert, um so die Täter zu fassen.

Jeder Markt hat unterschiedliche Schwerpunkte

Mit Blick in das Ausland zeigt sich, dass die Verbraucher in jedem Markt unterschiedliche Schwerpunkte setzen, wenn es um smarte Autoelektronik geht. So ist 76 Prozent der Italiener der digitale Diebstahlschutz im Auto der Zukunft ausdrücklich wichtig – in Grossbritannien sind es 59 Prozent und in Japan nur 45 Prozent.

Bei den Wünschen nach smarter Autoelektronik ergeben sich zudem nach Altersgruppen analysiert interessante Unterschiede: So ist beispielsweise in Deutschland für 63 Prozent der Menschen mittleren Alters (35 bis 54) wichtig, dass die Fahrzeuge Online-Unterhaltung während der Reisezeit bieten. In der Altersklasse 55-plus finden solche Entertainment-Wünsche dagegen deutlich weniger Anhänger (43 Prozent).

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Frage nach innovativer Antriebstechnik: 71 Prozent der mittleren Altersgruppe (35 bis 54) halten es für wichtig, dass ein smartes Auto über einen elektrischen Antrieb verfügt. In der Generation 55-plus steht das Elektroauto dagegen weniger hoch im Kurs (56 Prozent).

Technik der Zukunft positiv bewertet

„Wie der electronica-Trend-Index zeigt, wird die Technik der Zukunft weltweit positiv bewertet, wenn damit das Leben der Menschen sicherer und einfacher gestaltet wird“, sagt Falk Senger. „Allerdings zeichnet die Umfrage-Auswertung ein ganz individuelles Verbraucherprofil aller 7 Länder.“ So setzen die Menschen in den USA beispielsweise bei Sicherheit, Umwelt oder Entertainment ganz andere Schwerpunkte als die Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, China oder Japan.

Ein Zukunftsthema wie Car-Sharing illustriert die abweichende Sicht. In China bewerten die Verbraucher ein smartes Auto, das seinen Standort meldet und so Abrechnungen für eine Car-Sharing-Nutzung ermöglicht, als gute Idee. In Italien begrüssen das 76 Prozent – in Deutschland, Grossbritannien und Japan aber nur rund 50 Prozent. „Auf der Weltleitmesse electronica vom 8. bis 11. November in München tauscht sich die internationale Elektronikbranche über die Zukunft der vernetzten Welten aus – mehr als 2‘800 Aussteller zeigen Innovationen“, so Falk Senger.

 

Artikel von: electronica
Artikelbild: © Syda Productions – shutterstock.com

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