Elektromobilität – Lösung für Pendeln über Grenzen

19.07.2016 |  Von  |  Elektromobilität, News
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In einer Grenzregion gehört das Pendeln über Ländergrenzen hinweg für viele Berufstätige zum Alltag. Auch ABB Schweiz ist das vertraut. Als grenznahes Unternehmen beschäftigt ABB etliche Mitarbeiter aus dem nahen Deutschland. Insgesamt pendeln über 34‘000 Personen regelmässig von ihren Wohnorten in den baden-württembergischen Landkreisen Lörrach und Waldshut zu ihrem Arbeitsort in die Schweiz.

Eine Analyse des Mobilitätsverhaltens der deutschen ABB-Mitarbeiter hat ergeben, dass über 80 Prozent der Pendler auf ihrem Arbeitsweg ein Auto mit Verbrennungsmotor verwenden und dabei alleine fahren. Grund für die geringe Nutzung des öffentlichen Verkehrs ist vor allem dessen unzureichende Verfügbarkeit.

Fünf E-Fahrzeuge im Einsatz

Um den Pendlern der deutschen Hochrheinregion eine umweltfreundlichere Alternative zum PKW mit Verbrennungsmotor anzubieten, engagieren sich ABB Schweiz, die Fachhochschule Nordwestschweiz, die Hochschulen Offenburg und Reutlingen sowie die Hochrheinkommission – die sich u.a. aus den Kantonen Aargau und Schaffhausen, den Landkreisen Lörrach und Waldshut und dem Regierungspräsidium Freiburg zusammensetzt – in einem Pilotprojekt für klimafreundliches Pendeln im Grenzverkehr.

Im Juli 2016 ist der Pilotversuch mit Elektroautos gestartet: fünf vollständig elektrisch betriebene BMW i3 sind im Einsatz, die für eine Dauer von 12 Monaten geleast werden. Eines dieser Elektroautos wird sowohl als Pendelfahrzeug als auch als Pool-Fahrzeug für Dienstfahrten von anderen ABB-Mitarbeitenden genutzt.

Die Pendler können ihre Elektrofahrzeuge an den beteiligten ABB-Standorten (Baden, Dättwil, Lenzburg und Schaffhausen) gratis aufladen. Während des einjährigen Fahrbetriebs wird der Energieverbrauch der Elektroautos in allen vier Jahreszeiten aufgezeichnet und bilanziert. Zentrale Zielsetzung des Projektes ist es, alle für die Etablierung des Einsatzes von Elektrofahrzeugen und Fahrgemeinschaften wichtigen Aspekte in der Praxis zu untersuchen und Lösungen für offene Fragen zu entwickeln. Hierzu wird der Fahrbetrieb von den Hochschulen wissenschaftlich begleitet.

Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden in einem Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für andere Organisationen veröffentlicht. Dadurch sollen andere, grenznahe Organisationen von den Projektergebnissen profitieren und können sie bei Bedarf in ihr Mobilitätsmanagement aufnehmen.

Projektpartner zum Vorhaben

„Im deutsch-schweizerischen Grenzraum profitieren beide Seiten von den Grenzgängerinnen und Grenzgängern. Natürlich möchten wir, dass die Arbeitswege unser Klima nicht unnötig belasten, auch dort, wo noch keine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz existiert. Wir erhoffen uns, dass dieses Projekt einen Anstoss zu mehr klimafreundlichem Pendeln geben kann und andere Organisationen dem Beispiel folgen werden“, so Bärbel Schäfer, Präsidentin des Regierungspräsidiums Freiburg, welches das Projekt über die Hochrheinkommission initiiert hat.

„Elektromobilität ist eine nachhaltige Antwort auf Herausforderungen des Individualverkehrs“, so Remo Lütolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ABB Schweiz. „Globale Trends wie Urbanisierung und Bevölkerungswachstum bringen ein stärkeres Bedürfnis nach Mobilität mit sich und verlangen deshalb nach umweltschonenden Konzepten.“ Mit dem Engagement von ABB im Pilotprojekt soll diese Entwicklung noch weiter unterstützt werden.

„Rund ein Sechstel der gesamten Treibhausgasemission und circa ein Drittel der Feinstaubemission entstehen im Sektor Verkehr und Transport. Zur Minderung dieser Emissionen gilt es – neben der Verkehrsvermeidung – die Effizienz beim PKW-Pendelverkehr zu steigern“, fasst Jonas Messmer vom Institut für Energiesystemtechnik der Hochschule Offenburg den Fokus des Vorhabens zusammen. EU, Schweizer Bund und Kantone unterstützen das Projekt.

Bild oben: Remo Lütolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ABB Schweiz, Jonas Messmer, Vertreter der Hochschule Offenburg stellvertretend für die wissenschaftlichen Partner, Heike Stoll, Vertreterin der Hochrheinkommission stellvertretend für die politischen Partner und Hans-Peter Kimmig, Projektteilnehmer (v.l.n.r.)

 

Artikel von: ABB Schweiz AG Media Relations / Hochrheinkommission / Hochschule Offenburg
Artikelbild: © ABB

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