Eine Alpentransitabgabe soll Entlastung vom Schwerlastverkehr bringen

04.11.2016 |  Von  |  News

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Die Einführung einer Alpentransitabgabe Toll Plus soll die Zahl der alpenquerenden Lastwagen reduzieren. Dies fordern die Regionen im Alpenbogen (iMONITRAF-Regionen) und befinden sich damit auf einer Linie mit dem seit Jahren vertretenen Anliegen der Alpen-Initiative. Der Leiter Alpenschutz der Alpen-Initiative, Manuel Herrmann, sagt dazu: „Wir sind froh, dass die Alpenregionen darauf pochen, dass sie vom Transitverkehr entlastet werden. Damit erhöht sich der Druck auf die Politik, weitere Massnahmen zu ergreifen.“

Die verabschiedete gemeinsame Resolution der vom Transitverkehr auf den Strassen am stärksten betroffenen Regionen in der Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich zeigt klar: Die Belastung durch den Lastwagentransitverkehr ist enorm und nicht mehr länger ertragbar. Die Alpenregionen haben sich im Netzwerk iMONITRAF zusammengeschlossen. Mitglieder sind unter anderem die Zentralschweizer Regierungskonferenz sowie der Kanton Tessin.

„Wir begrüssen das sogenannte Toll-Plus-System, wie es die Alpenregionen vorschlagen. Damit kann erreicht werden, dass ein Lastwagen, der beispielsweise durch den Gotthard fährt, zusätzlich eine Abgabe entrichtet“, sagt Manuel Herrmann. Die Schweiz hat beste Voraussetzungen für diese Verlagerung: Im Dezember 2016 geht der Gotthard-Basistunnel voll in Betrieb, und auf Anfang 2017 wird die LSVA erhöht.

Im Berggebiet sind die Infrastrukturkosten sowie die externen Sicherheits- und Umweltkosten deutlich höher als im Flachland. „Deshalb ist eine zusätzliche Alpentransitabgabe gerechtfertigt“, sagt Manuel Herrmann. Damit wird auch die Verlagerung der Gütertransporte von der Strasse auf die Schiene gefördert.

„So kann die Schweiz das im Gesetz fixierte Verlagerungsziel von jährlich maximal 650.000 alpenquerenden Lastwagen erreichen. Die Resolution der Alpenregionen zeigt, dass nicht nur die Alpen-Initiative dieses Ziel erreichen will, sondern auch die vom Transitverkehr am stärksten betroffenen Regionen im Alpenbogen.“

 

Artikel von: Alpen-Initiative
Artikelbild: © lassedesignen – shutterstock.com

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