Crowdfunding trifft auf Autovermietung

26.05.2014 |  Von  |  Auto, Dienstleistungen
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Crowdfunding trifft auf Autovermietung
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Einmal nur einen Supersportwagen fahren? Das geht, und dafür ist auch kein siebenstelliger Betrag auf dem Konto notwendig. In den USA gibt es jetzt ein Unternehmen, das Autovermietung und Crowdfunding zusammenführt – mit einem bislang beachtlichen Erfolg.

Vermietung trifft Internet



Autovermietungen für Luxuswagen, die für den Durchschnittsbürger zu teuer sind, gibt es bereits. In New York beispielsweise kosten 24 Stunden hinter dem Lenkrad eines Lamborghini Gallardo derzeit etwa 1‘200 US-Dollar – viel Geld, aber bezahlbar. Besser machen – und zwar so, dass auch Normalverdiener daran teilnehmen können – möchte es Charles Polanco mit seinem Start-up Blancfleet.

Das Prinzip dahinter funktioniert so: Jeder Wagen, den Blancfleet anbietet, erhält 365 sogenannte Shares – einen Share pro Tag im Jahr. Die Mitglieder, die sich bei Blancfleet anmelden, können nun Shares und damit die Nutzungsrechte an dem Wagen für dieselbe Anzahl an Tagen kaufen. Durch dieses Modell, das eine garantierte Auslastung der Autos an praktisch jedem Tag im Jahr garantiert, werden auch deutlich geringere Preise ermöglicht. Der erwähnte Gallardo beispielsweise kostet bei Blancfleet nur 535 US-Dollar – also deutlich weniger als die Hälfte des Wertes bei klassischen Vermietungen.

Das System funktioniert

Momentan sind die Nutzer des Start-ups von diesem Angebot noch begeistert. Laut Polanco sieht es derzeit so aus, dass die Mitglieder gleich mehrere Shares kaufen: Supersportwagen werden durchschnittlich für zwei Tage gemietet, die „normalen“ Luxusfahrzeuge liegen irgendwo zwischen vier Tagen und einer Woche. Wer sich ein Auto gemietet hat, darf darüber dann voll verfügen. Es gibt keine Einschränkungen wie etwa eine Limitierung der Kilometer.

Der Fuhrpark von Blancfleet fällt dabei ansehnlich aus: Ja, es gibt auch die typischen Familienkarossen, aber das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf Wagen, die auch wirklich Spass machen. Neben dem erwähnten Lamborghini befindet sich auch ein Mercedes SLS AMG GT im Angebot, ein Model S von Tesla ist ebenfalls in Polancos Unternehmen dabei.

Nur über eine Sache weiss er noch nicht Bescheid: Die Langzeitfolgen auf einen sündhaft teuren Sportwagen sind bislang nicht absehbar, wenn pro Jahr vielleicht 150 verschiedene Fahrer das Fahrzeug lenken. Ausserdem treiben die Mieter die Autos à la Ferrari natürlich an die Grenzen – aber wir wünschen Blancfleet natürlich trotzdem viel Glück.



 

Oberstes Bild: © IJzendoorn – Shutterstock.com


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