Bypass Luzern erhält Zustimmung des Bundesrats

17.11.2016 |  Von  |  News

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Am 16. November 2016 hat der Bundesrat das Gesamtsystem Bypass Luzern gutgeheissen. Ein Ausbau der A14 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain von vier auf sechs Spuren und der Bau eines neuen Tunnels mit zwei zweispurigen Röhren zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens sollen den Engpass im Nationalstrassennetz im Raum Luzern beheben.

Rund 1,7 Milliarden Franken soll das Gesamtprojekt kosten, bei dem im bestehenden Tunnel Spier auf der A2 zwischen den Anschlüssen Luzern-Horw und Hergiswil dem Verkehr drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung gestellt werden sollen.

Auf den Autobahnen A14 und A2 im Raum Luzern überlagern sich der Transit- und der Agglomerationsverkehr. Die betroffenen Autobahnabschnitte sind heute dadurch oft überlastet. Das Gesamtsystem Bypass Luzern, das durch den Bund geplant und finanziert wird, löst dieses Kapazitätsproblem.

Es besteht aus vier Teilprojekten. Dazu gehören der Ausbau Nord mit der Erweiterung der Autobahn zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Buchrain von vier auf sechs Spuren, der neue Tunnel mit zwei zweispurigen Röhren (Bypass), der heutige Cityring mit den Tunneln Reussport und Sonnenberg, der künftig als Stadtautobahn dienen wird, sowie die Ergänzung Süd, wo künftig drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen werden. Beim Anschluss Luzern-Kriens wird das Lärmschutzbauwerk verlängert.

In Zukunft wird zwischen den Verzweigungen Rotsee und Luzern eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h signalisiert werden. Dadurch wird die Verkehrssicherheit erhöht.

Parallel zum Bypass Luzern plant der Kanton Luzern die Spange Nord als zusätzliche städtische Hauptverkehrsachse, welche den Verkehr im neuen Anschluss Lochhof auf den Cityring lenken wird. Dank der Verlegung des Verkehrs auf die Spange Nord und die Stadtautobahn entsteht im Stadtzentrum von Luzern Raum für durchgehende Busspuren von Kriens Kupferhammer bis zum Luzernerhof. Die Spange Nord erhöht den Nutzen des Bypasses Luzern.

Die Bauzeit für das Gesamtsystem Bypass Luzern beträgt rund 10 Jahre. Der Baubeginn ist für 2025 geplant. Er ist abhängig von den notwendigen Bewilligungen sowie der Priorisierung der Engpassbeseitigungsprojekte durch das Parlament. Dabei wird der Fortgang des kantonalen Projekts Spange Nord berücksichtigt.

Die Kosten der vom Bund geplanten Projekte belaufen sich auf insgesamt rund 1,7 Milliarden Franken. Voraussetzung für deren Realisierung ist eine ausreichende Finanzierung im Rahmen der NAF-Vorlage.

 

Artikel von: Bundesamt für Strassen ASTRA
Artikelbild: © Gts- shutterstock.com

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