Autoradios im Vergleich – 3 Geräte im Überblick

19.12.2015 |  Von  |  Auto
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Autoradios im Vergleich – 3 Geräte im Überblick
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2014 waren in der Schweiz laut bfs.admin.ch statistisch knapp 5,8 Millionen Motorfahrzeuge zugelassen. Der überwiegende Teil – nämlich mehr als 4,3 Millionen Fahrzeuge – entfielen auf die Klasse der Personenwagen. Ganz nüchtern betrachtet hat sich die Zahl der Motorfahrzeuge auf den Schweizer Straßen in den zurückliegenden Jahren deutlich erhöht.

Außer Acht lassen die Zahlen der Statistiker, wie sich das Auto in den letzten Jahren verändert hat. Vor 40 Jahren galt ein Autoradio noch als Zubehör, das man von einem Neuwagen nicht zwingend erwarten konnte.

Heute staunen potenzielle Neuwagenbesitzer, wenn das Wunschmodell über kein Multi-Media-Center mit integriertem Touchscreen verfügt. Ein Aspekt, der die weite Verbreitung des Autoradios unterstreicht. Und der natürlich auch deutlich macht, wie sehr wir uns an das Radio im Auto gewöhnt haben. Viele Schweizer Autofahrer begnügen sich mit dem ab Werk verbauten Modell.

Ein Teil der Halter stellt an das Autoradio allerdings höhere Ansprüche. Letztlich führt hier oft kein Weg am Nachrüsten vorbei. Kassettendeck oder CD-Player sind aber schon lange keine Messlatte mehr. Inzwischen muss eine kabellose Verbindung zwischen Smartphone oder Tablet und Radio möglich sein. Und am besten bietet das Autoradio auch noch eine Navigationsfunktion.


Displays gehören heute zum Standard bei Autoradios. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Qualitätsmerkmale! (Bild: atimedia (CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Displays gehören heute zum Standard bei Autoradios. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Qualitätsmerkmale! (Bild: atimedia (CC0-Lizenz) / pixabay.com)


Was muss ein modernes Autoradio können?

Autoradios haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Dies betrifft nicht nur das Design. Gerade die technische Ausstattung der Geräte ist immer komplexer geworden. Heute sollte ein modernes Autoradio folgende Anschlussoptionen erlauben:

  • USB-Anschluss,
  • AUX-IN,
  • den Karten-Slot,
  • Bluetooth.

Speziell letztgenannte Option wird in der Regel zur Kopplung des Smartphones mit dem Radio benutzt. Wert legen sollte der Fahrzeugbesitzer zudem auf ein möglichst breites Spektrum hinsichtlich der Gerätekompatibilität – also ob das Autoradio sich mit den gängigen mobilen Betriebssystemen verträgt.

Darüber hinaus ist natürlich die Klangqualität eines der wesentlichen Momente, an welchen die Entscheidung für oder gegen ein Gerät zu treffen ist. Hierzu gehört laut Autoradio.org auch, unbedingt die Kompatibilität zwischen Autoradio und Lautsprechern zu bedenken. Werden die Lautsprecher im Vergleich zur Leistung des Radios zu klein dimensioniert, kann dies zu irreparablen Schäden an den Lautsprechern führen.

Tipp

Wer in Zukunft Radio hören will, sollte auch beim Autoradiokauf laut nzz.ch auch die fortschreitende Digitalisierung im Auge behalten.


Auch beim Navigieren sind Autoradios heute behilflich! (Bild: chunchun (CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Auch beim Navigieren sind Autoradios heute behilflich! (Bild: chunchun (CC0-Lizenz) / pixabay.com)


AEG AR 4026 Autoradio – das Gerät im Test

Das AEG AR 4026 ist ein Autoradio aus der Produktgruppe der Moniceiver, mit denen sich das gesamte Multimediageschehen im Auto steuern lässt. Auf den ersten Blick wirkt das Gerät klassisch und überzeugt durch die klare Linienführung. Zu den besonders hervorzuhebenden Pluspunkten gehören die relativ unaufgeregte Einbauoption sowie die Tatsache, dass der Bildschirm bei der Inbetriebnahme des Autoradios ausfährt.

Mit 7“ ist die Displaygröße ausreichend, im Breitbild werden alle Informationen klar ablesbar dargestellt. Allerdings merkt man dem AEG AR 4026 an, dass es nicht in der oberen Preisgruppe angesiedelt ist. Dennoch wirkt das Gerät solide und erlaubt sich im Hinblick auf die Anzeige keine gravierenden Fehltritte. Allerdings ist die Menüführung und Konfigurierbarkeit im Vergleich zu einigen Konkurrenten längst nicht so intuitiv. Der Bediener wird für die ersten Schritte hin und wieder die Anleitung zur Hand nehmen müssen.

Eine positive Überraschung sind die Eingangsmöglichkeiten, über die Medieninhalte abgerufen werden können. Das AEG AR 4026 Autoradio erlaubt den Einsatz von Hardware über

  • den USB-Anschluss,
  • AUX-IN,
  • den Karten-Slot.

Gerade die Möglichkeit, eine Speicherkarte mit dem Radio zu nutzen, sticht an dieser Stelle hervor. Das 1 DIN-Radio bringt serienmäßig zudem eine Bluetooth-Schnittstelle mit und erlaubt die iPod-Steuerung. Wo das Radio für den Programmempfang via UKW und MW genutzt wird, stehen insgesamt 30 Speicherplätze zur Verfügung. Unter Strich erlaubt sich das AEG AR 4026 keine gravierenden Schwächen. Angesichts der Preisklasse darf man von diesem Autoradio aber auch keine Wunder erwarten – etwa im Hinblick auf die Klangqualität.



JVC KW-AV61BTE – Autoradio mit 6.1″ LCD-Breitbildschirm

Das JVC KW-AV61BTE gehört zu den Autoradios, die aufgrund mehrerer Aspekte überzeugen. Grundsätzlich handelt es sich hier um einen sogenannten Moniceiver, der mit einem großen und klar ablesbaren Display überzeugt. Die 800 x 480 Pixel sorgen dafür, dass man bei der Betrachtung des JVC KW-AV61BTE keine Probleme hat. Ebenfalls sehr positiv fällt an dieser Stelle eine durchdachte und verständliche Menüführung auf.

Für die Konfiguration der Hardware greift die Hand daher eher selten zur Anleitung für das JVC KW-AV61BTE. Überzeugend ist an dieser Stelle auch die Mehrsprachigkeit des Radios. Wie sehen die Spezifikationen in Bezug auf die Ausstattung aus? JVC setzt an dieser Stelle auf ein recht breites Portfolio, welches das JVC KW-AV61BTE alltagstauglich macht – auch in ganz unterschiedlichen Situationen. Wie erwartet ist das Gerät mit einem

  • RDS-Tuner sowie
  • CD/DVD-Player

ausgestattet. In Anbetracht der Tatsache, dass mobile Endgeräte in letzter Zeit immer stärker in den Mittelpunkt gerückt sind, muss ein Autoradio natürlich auch hier punkten können. Und dank Bluetooth hat das JVC KW-AV61BTE hier auch die Nase vorn.

Der Nutzer kann beispielsweise sein Apple-Gerät (iPhone oder iPod) mit dem Radio verbinden. Der Vorteil: Auf diese Weise wird das JVC KW-AV61BTE zum Mediacenter und kann

  • Musik vom Handy abspielen,
  • Gespräche annehmen.

Insgesamt bietet das Autoradio dem Anwender alle Annehmlichkeiten, die man von einem modernen Gerät in dieser Preisklasse erwartet. Unterstützt werden unter anderem die Formate:

  • MP3,
  • WMA,
  • WAV,
  • JPEG,
  • MPEG.

Hinsichtlich der Klangergebnisse überzeugt das JVC KW-AV61BTE durch:

  • 4 x 50 Watt Maximalleistung,
  • den Drei-Band-iEQ,
  • die Anschlussmöglichkeiten für einen Subwoofer.

In einigen Punkten könnte das Autoradio allerdings noch besser sein. Einige Konkurrenzprodukte stechen das JVC durch einen größeren Umfang an USB-Schnittstellen aus. Parallel ist der Umfang unterstützter Audioformate zwar ausreichend, es werden aber nicht alle Formate unterstützt. Eine gewisse Umsicht ist auch beim Selbsteinbau aufgrund der Anschlüsse gefragt. Trotzdem bleibt das JVC KW-AV61BTE ein Autoradio, welches mit Klang und Bedienkomfort überzeugt.



Pioneer AVH-X7500BT – 17,8 cm großes Display fürs Auto

Bigger ist better – diese Devise begegnet dem Verbraucher immer wieder. Gerade beim Thema Autoradio schien es über Jahre hinsichtlich der Größe kaum zu Veränderungen zu kommen. Inzwischen werden bei den Autoradios zumindest die Displays größer. Das Pioneer AVH-X7500BT ist mit einem 7“ Display (16:9 Bilddiagonale) ausgestattet. Wie im oberen Preissegment nicht anders zu erwarten, verfügt das Display über eine Touch-Funktion.

Im Test überzeugt der Moniceiver aber nicht nur durch die hohe Darstellungsqualität des ausfahrbaren Displays. Vielmehr ist das Gesamtpaket aus abspielbaren Formaten, kabellosen Kopplungsmöglichkeiten und Klangqualität einfach in sich stimmig. Wie sieht die Bewertung des Pioneer AVH-X7500BT im Einzelnen aus?

Bei den abspielbaren Audiodateien bietet das Radio einen modernen und zeitgemäßen Umfang mit:

  • MP3,
  • WMA,
  • AAC.

Parallel ist das Autoradio mit der Möglichkeit ausgestattet, DVDs abzuspielen. Gerade Familien mit Kindern werden dieses Feature zu schätzen wissen. Es werden unter anderem

  • DivX,
  • Xvid und
  • MPEG-4

unterstützt. Ein ebenfalls überzeugendes Feature des Pioneer AVH-X7500BT ist das Parrot Bluetooth Modul. Dank dessen Mitarbeit ist es nicht nur möglich, das Autoradio mit dem Smartphone zu koppeln. Nutzer können ihr Pioneer AVH-X7500BT auch fürs Musikstreaming nutzen.

Insgesamt schneidet das AVH-X7500BT sehr gut ab. Das Autoradio kann mit einer Rückfahrkamera gekoppelt werden und verfügt zudem über einen 8-Band Grafikequalizer. Wer als Autofahrer das Augenmerk auf die Ausstattung sowie die Klangqualität richtet, ist beim Pioneer AVH-X7500BT an der richtigen Adresse. Abstriche müssen hier keine gemacht werden und im Hinblick auf Komfort und Look überzeugt das Gerät. Unterstrichen wird der hochwertige Anspruch auch durch die Tatsache, dass die Frontplatte des Autoradios abnehmbar ist und somit ein gewisser Schutz gegen Diebstahl gewährleistet bleibt.



Fazit

Qualität hat beim Autoradio ihren Preis

Für welches Autoradio soll ich mich entscheiden? Diese Frage stellt sich immer wieder dann, wenn man mit den ab Werk verbauten Standardgeräten einfach nicht zufrieden ist. Entweder liegt deren Klangqualität hinter den Erwartungen zurück. Oder man wünscht sich einfach eine bessere Bedienbarkeit. Gerade dieser Aspekt ist im Straßenverkehr immer von Bedeutung.

Ein Grund kann natürlich auch die mangelnde Flexibilität im Hinblick auf die Anschlüsse sein. Welches Autoradio in Anbetracht dieser Vorgaben in Erwägung zu ziehen ist, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Gerade der Preis kann ein limitierender Faktor sein. Die drei vorgestellten Autoradios decken alle das untere mittlere Preissegment bis zur oberen Preisgruppe ab.

Und auch wenn sich keines der Geräte einen wirklich gravierenden Fehltritt erlaubt hat – Unterschiede sind zu erkennen. Wo ein Maximum an Bildqualität des Displays, ein herausragender Klang und möglichst viele Anschlussmöglichkeiten die Hauptrolle spielen, muss einfach ein größeres Budget eingeplant werden. An dieser Stelle sollte man unbedingt auch an den Einbau denken. Denn bei einigen hundert Franken sind technische Fehler ein echtes Ärgernis.

 

Artikelbild: © Syda Productions_shutterstock.com

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