Alpen-Initiative – Schwerverkehr bei CO2-Gesetz limitieren

01.12.2016 |  Von  |  News

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Die Alpen-Initiative ist gegen den Gesetzesvorschlag des Bundesrats zur Revision des CO2-Gesetzes. Die gesetzlichen Schritte, die in der Vernehmlassung zur Klimapolitik vorgeschlagen würden, seien nicht ausreichend, um die Klimaziele zu erreichen.

Besonders stört sich die Alpen-Initiative daran, dass keine Massnahmen im Bereich Gütervekehr vorgesehen sind. „Wenn die Schweiz die Klimaziele erreichen will, dann muss auch der Schwerverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erklärt Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, dazu. Der Verkehr spiele bei der Klimaerwärmung eine entscheidende Rolle und sei in der Schweiz für rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich.

Vorgesehene Massnahmen nicht ausreichend

Mit der Verlagerung des alpenquerenden Gütertransitverkehrs von der Strasse auf die Schiene könnten die CO2-Emissionen deutlich reduziert werden. Die NEAT und der Gotthard-Basistunnel seien deshalb auch Umwelt- und Klimaprojekte. „Wir haben genügend Kapazitäten auf der Schiene, um das Verlagerungsziel von maximal 650’000 alpenquerenden Lastwagen pro Jahr zu erreichen und so weniger Klimagase zu produzieren“, meint Jon Pult.

Zwar begrüsst die Alpen-Initiative, dass die Schweiz das Abkommen von Paris ratifizieren will. Doch es brauche weitere Massnahmen. Die Alpen-Initiative fordert die Einführung von CO2-Limiten für Lastwagenflotten, wie das bereits für Autos und Lieferwagen gilt. „Lastwagen stossen heute noch gleich viel CO2 aus wie vor 20 Jahren, das ist inakzeptabel“, sagt Manuel Herrmann, Leiter Alpenschutzpolitik der Alpen-Initiative.

Gosse Potenziale beim Schwerverkehr

Für die Schweiz sei eine wirksame Klimapolitik besonders wichtig. Das habe kürzlich die Schweizerische Akademie für Wissenschaften aufgezeigt. Vor allem die Bergregionen würden weit überdurchschnittlich unter der Erwärmung des Klimas leiden. Der Rückzug der Gletscher, das Auftauen des Permafrosts und die abnehmende der Zahl der Schneetage führten das drastisch vor Augen.

Deshalb gelt es, bei den wichtigsten Verursachern anzusetzen – auch bei den Lastwagen, wo grosses Potential bestehe. Manuel Herrmann: „Die Schweiz hat mit Erfolg die LSVA für Lastwagen eingeführt, aber jetzt muss die LSVA weiterentwickelt und mit Flottenzielen für den CO2-Ausstoss bei Lastwagen ergänzt werden.“

 

Quelle: Alpen-Initiative
Artikelbild: © Gustavo Frazao – shutterstock.com

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