Achtung winterliche Strassenverhältnisse: Unfallgefahr!

18.12.2015 |  Von  |  Auto
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Achtung winterliche Strassenverhältnisse: Unfallgefahr!
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Wenn im Winter der Schnee im Flachland fällt, freuen sich die Kinder ganz besonders. Für Kraftfahrzeuglenkerinnen und -lenker jedoch bedeuten winterliche Strassenverhältnisse erhöhte Konzentration. Laut Versicherungsdaten sind die Kfz-Sachschäden im Winter Prozent höher als im Sommer.

„An einem durchschnittlichen Tag verzeichnen wir rund 150 Unfallmeldungen unserer Kunden. Wenn Fahrerinnen und Fahrer hingegen plötzlich von anderen Witterungsverhältnissen überrascht werden, erhalten wir doppelt oder gar dreimal so viele Meldungen“, sagt Fredy Egg, Leiter der Abteilung Schaden bei der AXA Winterthur. Er weist darauf hin, dass die Unfallzahlen im Strassenverkehr gerade nach warmen Herbstperioden steigen, u. a., weil viele Fahrzeuglenker in solchen Fällen zu lange mit dem Wechsel auf Winterreifen warten.

Erhöhte Unfallgefahr bei plötzlich auftretendem Nebel

Prekäre Bedingungen wie gefrierende Nässe oder eine schlechte Sicht stellen Fahrzeuglenkerinnen und -lenker vor grosse Herausforderungen. „Insbesondere Nebel kann sich lokal von einer Minute zur nächsten verdichten. Die schlimmsten Massenkarambolagen in der Schweiz wurden in plötzlich auftretendem Nebel verursacht. Fahren Sie daher mit genügend Abstand und reduzieren Sie die Geschwindigkeit“, rät Bettina Zahnd, Leiterin Unfallforschung bei der AXA.

Übrigens: Wer einen Unfall vermeiden will, der sollte an einem Freitag zwischen 17 und 18 Uhr ganz besonders vorsichtig sein. Gemäss ASTRA-Zahlen passieren an diesem Wochentag und zu dieser Tageszeit nämlich die meisten Unfälle.


Im Winter sind die Strassenverhältnisse besonders schwierig. (Bild: Olaf Naami – shutterstock.com)

Im Winter sind die Strassenverhältnisse besonders schwierig. (Bild: Olaf Naami – shutterstock.com)


Bewährte Ratschläge für sicheres Fahren im Winter

Beim Fahren

Gerade auf rutschigen Strassen sollten Sie mit einem «weichen» Fahrstil unterwegs sein. Fahren Sie gefühlvoll an: Lassen Sie die Kupplung langsam kommen, geben Sie vorsichtig Gas und achten Sie darauf, dass die Räder nicht durchdrehen.

Bei manueller Schaltung

Benutzen Sie zum Anfahren gleich den zweiten Gang, um ein Durchdrehen der Räder zu verhindern. Schalten Sie möglichst früh in einen höheren Gang. Fahren Sie den Wagen bei Schnee lieber untertourig. Denn auch im zweiten oder dritten Gang neigen die Räder bei einer höheren Umdrehungszahl eher zum Durchdrehen.

Beim Bremsen

Im Winter wie im Sommer gilt bei allen modernen Fahrzeugen mit ABS: im Notfall immer so schnell und hart wie möglich auf das Bremspedal treten. Das Antiblockiersystem entfaltet nur dann seine volle Wirkung, wenn das Pedal maximal gedrückt und auch gehalten wird. Denken Sie daran, dass der Bremsweg auf schneebedeckter oder vereister Strasse ungleich länger ist als normal. Halten Sie deshalb einen rund dreimal so grossen Sicherheitsabstand zum voranfahrenden Fahrzeug wie unter normalen Witterungsbedingungen. Fahren Sie vorausschauend, insbesondere, wenn Sie sich Kreuzungen nähern. Diese Stellen sind wegen der Vielzahl an Bremsvorgängen oftmals besonders glatt.

Beim Überholen

Überholen Sie wenn möglich nicht. Falls es doch nötig ist, ist besondere Vorsicht angebracht, denn beim Spurwechsel neigt das Auto besonders leicht zum Ausbrechen. Einerseits, weil die Räder die Haftung in der Fahrspur verlieren, andererseits, weil sich zwischen den Fahrspuren häufiger kleine Schneehaufen bilden, die das Fahrzeug ebenfalls den Halt verlieren lassen.

Bei der Routenwahl

Meiden Sie wenn möglich Routen mit Bergpassagen. Lassen Sie besondere Vorsicht walten an Orten, die feucht, schattig oder ungeschützt dem kalten Wind ausgesetzt sind. Hier bildet sich im Winter bei entsprechenden Temperaturen besonders leicht Glatteis. Zu diesen besonders gefährdeten Orten zählen etwa Brücken, schattige Waldstücke oder Strassen, die entlang von Gewässern führen.

Beim Anhalten

Das Halten an einer Steigung sollten Sie möglichst vermeiden, weil das Anfahren dort besonders schwierig ist.



Wintercheck – ist Ihr Auto fit für den Winter?

Denken Sie daran…

…ab Oktober immer Winterreifen zu verwenden. Gemäss der 4x4x4-Regel sollten vier gleiche Winterreifen höchstens vier Jahre in Gebrauch sein und mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben.

…in Ihrer Garage einen Wintercheck einzuplanen. Kontrolliert werden sollten elektrische Anlagen, Bremsanlagen, Keilriemen, Abgasanlage und Radaufhängung.

…folgende Dinge in der kalten Jahreszeit stets im Auto mitzuführen: Eiskratzer, Schnee, Schneeketten, Überbrückungskabel, Abschleppseil, genügend Warnwesten, Besen, evtl. Klapp-Schaufel, warme Decke für den Notfall.

…das Scheibenmittel mit Frostschutz (Wintermischung) und das Kühlmittel aufzufüllen

…alle Lichter auf Funktionsfähigkeit zu kontrollieren und das Licht beim Fahren auch stets einzuschalten

… Pflegemittel wie Dichtungspflege für Tür- und Kofferraumdichtungen sowie Türschlösser zu verwenden, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen.

 

Artikel von: AXA Winterthur
Artikelbild: © Olaf Naami – shutterstock.com

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