80 Jahre Messepremiere – der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo

02.10.2016 |  Von  |  Oldtimer, Škoda
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80 Jahre Messepremiere – der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo
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Achtzigjähriges Jubiläum einer Messepremiere – am 1. Oktober 1936 wurde der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo beim Autosalon in Paris dem Publikum vorgestellt. Es war eines der markantesten Modelle in der Geschichte von ŠKODA.

Die Präsentation in der französischen Hauptstadt war nur der Auftakt für eine ganze Edition an sportlichen Roadstern. In den drei Folgejahren kamen weitere Roadster, Cabrios und Coupés hinzu. Heute gehören die Modelle zu den attraktivsten Oldtimern überhaupt.

Beleg für erfolgreichen ŠKODA-Motorsport

„Die ausserordentlichen Fahrzeuge vom Typ POPULAR Monte Carlo haben vor 80 Jahren an das erfolgreiche Motorsport-Engagement von ŠKODA angeknüpft, das schon 1901 begonnen hatte“, sagt Andrea Frydlová, Leiterin des ŠKODA Museums in Mladá Boleslav. „Die limitierte Serie wurde direkt vom Spezialfahrzeug für die Rallye Monte Carlo 1936 abgeleitet, ihre Käufer profitierten vom Erfahrungsschatz der Rennabteilung von ŠKODA“, so Frydlová weiter.

Im Januar 1936 errang ŠKODA einen ungewöhnlichen Motorsport-Erfolg: Das Team Zdeněk Pohl/Jaroslav Hausman, als Aussenseiter gestartet, belegte mit einem modifizierten Roadster ŠKODA POPULAR bei der Rallye Monte Carlo den zweiten Platz in der Klasse bis 1500 cm3. Das Unternehmen nahm diese Leistung zum Anlass, eine limitierte Serie sportlicher Modelle mit markantem Design aufzulegen – den ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo.


Internationale Messepremiere vor 80 Jahren: der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo. Am 1. Oktober 1936 stellte sich der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo den Besuchern des 20. Autosalons in Paris vor. (Bild: ŠKODA)

Internationale Messepremiere vor 80 Jahren: der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo. Am 1. Oktober 1936 stellte sich der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo den Besuchern des 20. Autosalons in Paris vor. (Bild: ŠKODA)


Letzte Auslieferung Anfang 1939

Ähnlich wie der Rallye-Wagen hatten auch die Kundenfahrzeuge den leistungsstärkeren Vierzylindermotor mit 1.4 Liter Hubraum und 23 kW (31 PS) vom Modell RAPID unter der Haube. Das Dreiganggetriebe sass an der Hinterachse und bildete dort einen Block mit dem Differenzial (Transaxle-System). Die Höchstgeschwindigkeit betrug rund 110 km/h, die wirksamen hydraulischen Bremsen rundeten das sportliche Naturell des ŠKODA POPULAR Monte Carlo ab. 1936 betrug der Basispreis des Editionsmodells 28‘500 Kronen, während der Standard-Roadster POPULAR 1.0 l/16 kW (22 PS) bei 18‘700 Kronen startete.

Die ersten beiden Fahrzeuge vom Typ ŠKODA POPULAR Monte Carlo entstanden im Juli 1936, das letzte Exemplar – ein Coupé mit dunkelgrauer Metalliclackierung – wurde am 13. Januar 1939 ausgeliefert. Von den 70 hergestellten Autos waren 24 Roadster in leichter Ausführung mit einfacherer Ausstattung. Zudem wurden 17 komfortablere Roadster mit kurbelbetätigten Seitenscheiben statt der Aufsatzscheiben produziert. 23 Coupés, zwei Cabriolets, zwei Chassis für den individuellen Karosseriebau sowie zwei Fahrwerke oder auch nur Motoren komplettierten die Serie.


Internationale Messepremiere vor 80 Jahren: der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo. Das luxuriöse Interieur der ŠKODA Fahrzeuge war mit hochwertigem Leder bezogen. Die Position des Schalthebels deutet auf das progressive Transaxle-Konzept hin. (Bild: ŠKODA)

Internationale Messepremiere vor 80 Jahren: der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo. Das luxuriöse Interieur der ŠKODA Fahrzeuge war mit hochwertigem Leder bezogen. Die Position des Schalthebels deutet auf das progressive Transaxle-Konzept hin. (Bild: ŠKODA)


Noch rund ein Dutzend Autos erhalten

Besonders luxuriös ausgestattet waren zwei Roadster, die die tschechoslowakische Regierung 1938 dem Staatsoberhaupt des verbündeten Staates Jugoslawien schenkte, dem nur vierzehnjährigen König Petar II. Karađorđević. Anspruchsvolle private Kunden konnten sich für das zweisitzige Coupé ŠKODA POPULAR Monte Carlo entscheiden, das 35‘000 Kronen kostete. Es war 4.20 Meter lang, 1.50 Meter breit sowie 1.37 Meter hoch und brachte 960 kg auf die Waage.

Im Oktober 1937 ging das Facelift-Modell in den Verkauf, seine technischen Merkmale waren eine modifizierte Aufhängung und Abstimmung sowie ein verlängerter Radstand. Die kompakte Karosserie trug viele Elemente des damaligen Stromliniendesigns, die Scheinwerfer waren teilweise in die Kotflügel versenkt.

Heute sind vom Typ ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo rund ein Dutzend Autos erhalten, sie zählen zu den begehrten Oldtimern der Marke. Bereits 1968 erwarb das damals neu gegründete ŠKODA Museum ein schwarzes Coupé vom Baujahr 1937, um die Jahrtausendwende wurde es einer sorgfältigen Restaurierung unterzogen. Seitdem wird der Zweisitzer für Präsentationen der Geschichte der Marke aus Mladá Boleslav eingesetzt und nimmt an zahlreichen Oldtimer-Veranstaltungen teil. Ein weiteres Exemplar aus der limitierten Serie POPULAR Sport Monte Carlo wird zurzeit mit grosser Sorgfalt in den Werkstätten des ŠKODA Museums restauriert.

 

Artikel von: ŠKODA AUTO Deutschland GmbH
Artikelbild: Internationale Messepremiere vor 80 Jahren: der ŠKODA POPULAR Sport Monte Carlo. Das Coupé ŠKODA Popular Monte Carlo (1937), ein Exponat des ŠKODA Museums, nimmt mit Erfolg an zahlreichen Oldtimer-Veranstaltungen teil. (© ŠKODA)

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